Claudia stellt die zwei Weingläser zurück in den Schrank. Eins davon hatte sie schon rausgeholt, ohne nachzudenken — alte Gewohnheit, Freitagabend, Telefon, Lästern über Thomas mit Steffi. Heute lässt sie das Telefon liegen, mitten auf der Küchenarbeitsplatte, Display nach unten.
Sie hat den ganzen Nachmittag damit verbracht, sich diesen Moment auszumalen. Wie sie es sagen würde. Ob sie es überhaupt sagen müsste, oder ob es reichen würde, einfach zu handeln. Auf der Fahrt nach Hause hatte sie an der roten Ampel gesessen, die Hände auf dem Lenkrad, und sich selbst im Rückspiegel angesehen wie eine Fremde. Wann hast du aufgehört, ihn ernst zu nehmen? Die Frage war einfach da gewesen, unangenehm direkt, und sie hatte keine gute Antwort gefunden.
Die Haustür geht auf. Schlüsselbund auf die Konsole, das vertraute metallische Klimpern. Thomas kommt herein, Krawatte schon halb gelöst, Aktentasche in der einen Hand, das Gesicht eines Mannes, der den Tag einfach nur noch beenden will.
„Hey.“ Er küsst sie kurz, mechanisch, ein Reflex nach Jahren. „Lange Schicht. Was gibt’s zu essen?“
Normalerweise würde sie jetzt schon halb genervt antworten, ihm sagen, dass er auch mal selbst kochen könnte, dass sie auch arbeitet, dass es nicht ihr Job allein ist. Die Worte liegen sogar bereit, automatisch abrufbar. Aber sie schluckt sie runter.
Stattdessen sieht sie ihn an. Wirklich an. Die leicht hängenden Schultern, die schon nach dem ersten Schritt durch die Tür da sind. Den Ausdruck eines Mannes, der sich selbst irgendwo auf dem Weg zur Arbeit verloren hat und es gar nicht mehr merkt. Es macht sie traurig, mehr als wütend, und das überrascht sie selbst.
„Zieh die Schuhe nicht aus“, sagt sie.
Thomas hält inne, einen Schuh schon halb gelöst, den Fuß noch in der Luft. „Wieso?“
„Wir gehen weg.“
„Jetzt?“ Er sieht auf seine Armbanduhr, dann zurück zu ihr, sucht nach dem üblichen Muster — ein vergessener Termin, eine Familienfeier, etwas Organisatorisches, das er übersehen hat. Findet nichts.
„Ja. Jetzt.“ Claudia geht schon zur Garderobe, greift nach der Jacke, die sie sich extra bereitgelegt hat, bevor er heimkam. Bewusst die bequemen Schuhe, nicht die, die sie sonst für einen Restaurantbesuch tragen würde.
„Aber ich hab noch gar nicht—“ Er stellt die Aktentasche ab, doch seine Stimme klingt unsicher, fast fragend, als würde er selbst nicht genau wissen, welchen Satz er beenden will.
„Thomas.“ Sie sagt seinen Namen anders als sonst. Nicht fordernd, nicht mit diesem Unterton, den er in den letzten Jahren so gut kennt. Fast zaghaft. „Vertrau mir einfach. Heute Abend.“
Er schaut sie an, länger als sonst. Etwas in seinem Gesicht verändert sich — die übliche Müdigkeit weicht für einen Moment etwas anderem. Verwirrung, ja, aber auch ein winziger Funke von etwas, das er lange nicht mehr gespürt hat. Neugier vielleicht. Oder die Ahnung, dass heute ein Abend ist, der sich von allen anderen unterscheidet.
„Okay“, sagt er schließlich, langsamer als nötig. Er lässt die Krawatte, wie sie ist, halb gelöst, und folgt ihrem Blick zur Tür. „Was hast du vor?“
Claudia greift nach ihrer Handtasche — eine kleinere als sonst, fällt ihm auf, fast wie für etwas Praktisches gepackt, nicht für ein Abendessen. Sie lächelt nur, ein Lächeln, das er nicht ganz einordnen kann, öffnet die Haustür und tritt hinaus in die Dämmerung.
Die Luft draußen ist kühl, der Himmel in diesem tiefen Blau, das gerade erst in Dunkelheit übergeht. Irgendwo in der Nachbarschaft bellt ein Hund. Thomas steht noch einen Moment auf der Schwelle, unschlüssig, dann schließt er die Tür hinter sich und folgt ihr zum Auto.
Er weiß nicht, wohin sie fahren. Er weiß nicht, was sie heute Abend vorhat. Aber zum ersten Mal seit Langem ist da dieses Kribbeln im Bauch — das Gefühl, dass etwas passieren wird, das sich nicht in ihren gewohnten Alltag einfügen lässt.
Der Motor läuft im Standgas, während sie aus der Einfahrt rollen. Claudia hat die Route nicht erklärt, einfach links abgebogen, Richtung Stadtrand, vorbei an den immer gleichen Vorgärten, die im Dämmerlicht alle ineinander verschwimmen.
Ein paar Minuten lang sagt keiner was. Thomas sieht aus dem Fenster, die Hände auf den Oberschenkeln, als müsste er sie irgendwo festhalten. Dann, ohne Vorwarnung, fängt Claudia an zu reden.
„Ich hab in letzter Zeit wieder viel drüber nachgedacht. Über das Thema, das ich schon mal angesprochen hab.“
Er spürt es sofort, ein Ziehen im Nacken. „Welches Thema.“
„Du weißt schon.“ Sie hält den Blick auf die Straße gerichtet, die Stimme ruhig, fast zu ruhig. „Das, worüber wir letztes Mal nicht wirklich gesprochen haben. Weil du sofort dicht gemacht hast.“
„Ich hab nicht dicht gemacht.“ Es kommt schneller aus ihm raus, als er wollte.
„Thomas.“
„Ich hab einfach keine Lust auf das Gespräch. Heute schon gar nicht.“ Er rutscht ein Stück tiefer in den Sitz, Arme jetzt verschränkt, eine Geste, die er selbst kaum bemerkt.
„Es geht ja nicht ums Heute. Es geht generell.“ Sie wirft ihm einen kurzen Seitenblick zu, dann wieder zurück zur Straße. „Steffi und Marco haben das durchgezogen. Bine sagt, bei ihr und Jens läuft’s seitdem komplett anders. Besser.“
Da ist es. Genau dieser Satz, den er kommen sah, seit sie zum ersten Mal das Wort „Thema“ benutzt hat. Die anderen Männer, die Vergleiche, die Liste von Paaren, die scheinbar alle weiter sind als sie. Er kennt das Muster aus den letzten Monaten — Claudia und ihre Freundinnen, die sich gegenseitig bestätigen, dass ihre Männer das auch tun sollten, müssten, könnten.
„Ich bin nicht Jens“, sagt er, schärfer als beabsichtigt. „Und ich bin auch nicht Marco.“
„Das hat doch keiner gesagt.“
„Aber du vergleichst trotzdem die ganze Zeit.“
„Ich versuch nur—“ Sie bricht ab, atmet hörbar aus. „Ich versuch nur, dass es uns auch mal besser geht. Ist das so schwer zu verstehen?“
„Was schwer zu verstehen ist, ist, warum wir das jetzt ausgerechnet im Auto besprechen müssen, an einem Tag, an dem ich grade erst zur Tür reinkomme.“ Er sieht sie an, die Verspannung deutlich in seinem Kiefer. „Kannst du mir nicht einfach mal Zeit lassen, bevor du mit sowas anfängst?“
„Ich lass dir doch Zeit. Seit Wochen schon.“ Ihre Stimme wird lauter, schärfer. „Aber irgendwann muss man auch mal machen, nicht nur drüber reden.“
„Ich hab nie gesagt, dass ich das überhaupt machen will.“
Schweigen. Schwer, fast greifbar, breitet es sich im Auto aus. Claudia biegt abrupt ab, früher als geplant, ihre Hände fester am Lenkrad als nötig.
„Vergiss es“, sagt sie schließlich, leise, fast resigniert. „Lass uns einfach heimfahren.“
Die Fahrt zurück verläuft in völliger Stille. Kein Radio, keine Worte, nur das gleichmäßige Brummen des Motors und das Klicken des Blinkers, als sie in die eigene Einfahrt einbiegt.
Zuhause steigen sie aus, ohne sich anzusehen. Thomas schließt die Haustür hinter ihnen, während Claudia schon ins Wohnzimmer geht, Jacke noch an, Tasche noch in der Hand. Sie setzt sich auf die Kante des Sofas, als müsste sie sich erst sammeln, bevor sie weiterredet.
Thomas bleibt im Türrahmen stehen, unschlüssig, ob er sich dazusetzen oder lieber stehen bleiben soll.
„Können wir nochmal von vorne anfangen?“, fragt Claudia, den Blick jetzt auf ihn gerichtet. „Ich will nicht, dass der Abend so endet.“
Thomas schluckt… Als claudia ihn bittet dass er sich auszieht und sich auf den Boden legt. Was ist das für eine schwachsinnige Idee? Doch er gehorcht, schließlich will er auch nicht, dass die beiden Streiten. Sie verschwindet kurz im Schlafzimmer, kommt dann wieder und bringt etwas mit. Dann macht sie es sich mit ihrem Gewicht auf ihm bequem, während er auf dem Boden liegen muss.
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Thomas hatte Claudias komische Strapon Ideen schon völlig vergessen. Doch jetzt setzte sich seine Frau mit ihrem ganzen Gewicht von hinten auf seinen Rücken.
So, dass sie mit dem Gesicht nach unten zu seinen Füßen zeigte. Dadurch kam er mit dem Oberkörper nicht mehr hoch.
Claudia hatte nun einen guten Ausblick auf seine prallen Pobacken. Seine Rückseite war gut trainiert. Er ging oft Joggen und regelmäßig ins Fitnessstudio. Auch, wenn Thomas nicht die Statur eines Bodybuilders hatte, so hatte er doch eine ansehnliche Rückseite und einen knackigen Hintern.
Sie schob seine Backen etwas auseinander.
Blitzschnell erinnerte sich Thomas daran, was sie vorhatte.
„Hey, was machst du denn da?“, fragte er noch, da glitt Claudia auch schon mit ihrem Zeigefinger in sein Hintertürchen.
Es fühlte sich komisch an. Doch irgendwie geil. Das würde er natürlich nie zugeben. Spielerisch wehrt er sich, obwohl sein Körper längst entschieden hat, dass er es braucht. Schließlich berührt sie gerade seinen ultimativen Hotspot. Die Prostata.
In seinem Inneren kämpfen die verschiedenen Emotionen miteinander. Einerseits kann er das doch jetzt nicht einfach über sich ergehen lassen. Andererseits wird sich seine Frau natürlich weder für seine Meinung, noch für seine Gefühle interessieren. Dieser Zug ist längst abgefahren. Irgendwann hält er es nicht mehr aus, sich gegen den Eindringling in seinem Inneren zu wehren. Er lässt es einfach geschehen.
Sofort kam ein Stöhnen über Thomas Lippen. Er schloss die Augen und seine Proteste verstummten. Das Gefühl in seinem Eingang war atemberaubend. Seiner Frau auf einmal so vollkommen unterworfen und ausgeliefert zu sein, war eine ganz neue Erfahrung, die er sich so nie hatte Träumen lassen.
Claudia schob ihren Finger noch einige Male in seinem Inneren vor und zurück, um ihn zu dehnen. Dann griff sie mit der freien Hand an ihr Nachttischschränkchen, wo sich in einer Schublade eine Tube Gleitgel befand. Sie zog den Finger aus seinem Loch und verteilte dann ein wenig von dem Gleitgel an seinem Eingang und auf ihrem Finger. Dann schob sie den Zeigefinger zurück in den verschlungenen Pfad.
Jetzt ging es schon viel leichter. Langsam bewegte sie den Zeigefinger vor und zurück und konnte bald den Mittelfinger hinzunehmen.
„Komm, dreh dich mal auf den Rücken“, sagte sie, während sie sanft ihren Finger aus ihm herauszog.
Thomas hatte vor lauter Geilheit die Augen verdreht und stimmte mit einem leisen Stöhnen zu.